Mehlmotten bekämpfen – so wirst du sie dauerhaft los

Schwierigkeit: Mittel · Dauer: ca. 2 Stunden

Feine Gespinste im Müsli, kleine Raupen im Mehl: Lebensmittelmotten sind eklig, aber kein Zeichen mangelnder Hygiene – meist werden sie schlicht mit dem Einkauf eingeschleppt. Wichtig ist jetzt Gründlichkeit: Eine einzige übersehene Packung reicht, und der Befall geht von vorn los.

Mit Insektenspray hat das nichts zu tun – das hat im Lebensmittelschrank nichts verloren. Stattdessen kombinierst du Kontrolle, gründliches Putzen und biologische Nachsorge mit Schlupfwespen. Plane für die große Aktion etwa zwei Stunden ein.

Das brauchst du

  • Gut verschließbare Müllbeutel
  • Staubsauger mit Fugendüse
  • Essig und Wasser zum Auswischen
  • Putztuch
  • Föhn für Ritzen und Bohrlöcher
  • Dicht schließende Glas- oder Hartplastikbehälter
  • Schlupfwespen-Kärtchen und Pheromonfallen (online oder Fachhandel)

Schritt für Schritt

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    Alle Trockenvorräte kontrollieren

    Nimm dir wirklich jede Packung vor: Mehl, Müsli, Reis, Nüsse, Tee, Gewürze, Tierfutter. Auch ungeöffnete Papier- und Folienverpackungen können befallen sein – die Larven bohren sich mühelos hindurch. Verdächtig sind Gespinste, Klümpchen und kleine Raupen.

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    Befallenes sofort entsorgen

    Alles Befallene kommt in einen fest verschlossenen Beutel und direkt in die Restmülltonne draußen – nicht in den Kücheneimer, sonst schlüpft die nächste Generation in der Wohnung. Im Zweifel lieber großzügig aussortieren.

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    Schrank ausräumen und aussaugen

    Räum den Schrank komplett leer und sauge ihn gründlich aus – besonders Bohrlöcher, Ritzen und Scharnierlöcher, denn genau dort verpuppen sich die Larven. Entsorge den Staubsaugerbeutel danach sofort draußen.

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    Auswischen und Ritzen föhnen

    Wisch alle Flächen mit Essigwasser aus und lass den Schrank trocknen. Geh anschließend mit dem heißen Föhn über Ritzen und Bohrlöcher: Die Hitze tötet auch die Eier ab, an die du mit dem Lappen nicht herankommst.

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    Vorräte mottensicher umfüllen

    Fülle alle Trockenvorräte künftig in dicht schließende Behälter aus Glas oder Hartplastik um. Dünne Plastiktüten und Pappkartons sind keine Hürde für die Larven. So kann sich ein neuer Befall nicht mehr ausbreiten.

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    Schlupfwespen als Nachsorge einsetzen

    Leg über etwa neun bis zwölf Wochen Schlupfwespen-Kärtchen aus (3 bis 4 Lieferungen im Abstand von rund drei Wochen). Die winzigen, harmlosen Nützlinge parasitieren die Motteneier und verschwinden danach von selbst. Pheromonfallen hängst du nur zur Kontrolle auf – sie fangen ausschließlich Männchen und zeigen dir, ob noch Motten da sind.

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Häufige Fragen

Woher kommen die Motten überhaupt?
In den allermeisten Fällen bringst du sie unbemerkt mit dem Einkauf nach Hause – als Eier oder Larven in Mehl, Müsli oder Tierfutter. Ein Befall sagt also nichts über deine Sauberkeit aus. Seltener fliegen die Falter im Sommer durchs offene Fenster ein.
Reichen Pheromonfallen nicht aus?
Nein. Pheromonfallen fangen nur die Männchen und sind deshalb reine Befallskontrolle: Sie zeigen dir, ob noch Motten unterwegs sind. Die Eier, Larven und Puppen im Schrank erreichen sie nicht – dafür brauchst du die Putzaktion und die Schlupfwespen.
Wie lange dauert es, bis alle Motten weg sind?
Rechne mit einigen Wochen Geduld. Die Schlupfwespen-Behandlung läuft über 3 bis 4 Lieferungen, also rund neun bis zwölf Wochen – so lange, bis auch die letzte Mottengeneration keine Eier mehr ablegen kann. Bleibt die Pheromonfalle danach leer, hast du es geschafft.

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